Life Cycle Hub im LCT ONE

Bauliche Realisierung der Ausstellungsgestaltung
Dornbirn/A

Heike Schlauch raumhochrosen für chezweitz GmbH, Berlin

Das erste energieeffiziente Holz-Hybridhochhaus der Welt, der LCT One steht nicht in New York oder Masdar, sondern wurde in Dornbirn im österreichischen Vorarlberg durch ein kooperatives Netzwerk von Unternehmen errichtet.
Für den LCT One hat chezweitz als weiterer Partner im Netzwerk mit seiner Szenografie einen HUB (Knotenpunkt) geschaffen, der verdeutlicht, wie mit diesem modularen Baukastensystem nachhaltigen Bauens in Zukunft auch komplexe urbane Aufgaben gelöst werden können.

Sowohl die neuen Möglichkeiten des Holzbaus, als auch die Haltung des kooperativen und lokalen Wirtschaftens wurden ernst genommen und szenografisch übersetzt: deshalb bilden Holzstützen das materiale Element in der Raumarchitektur.
Visuell wird die Idee des kooperativen Konzepts durch eine grenzenlos erweiterbare Matrix sichtbar. Der Werkstoff Holz ist auch wesentlicher Bestandteil der Ausstellungsfläche insgesamt. Die Holzsäulen des Eingangsfoyers erstrecken sich bis auf den Außenbereich des Hauses, so dass eine nahtlose, visuelle und haptische Verbindung zwischen Außen- und Innenraum entsteht. Im Foyer werden die BesucherInnen von einem Holzmosaik empfangen, welches noch einmal deutlich werden lässt: dies ist ein Holzhochhaus! Die anfänglich blauen Säulen halten für die BesucherInnen erste Audioerklärungen über den HUB bereit und sie können sich mittels zusätzlicher Infografiken ein Bild des Gebäudes und des Erstellungsprozesses machen. In der unmittelbar anschließenden ersten Etage werden Geschichte und Technik der Herstellung des LifeCycle One nachvollziehbar dokumentiert. Vor allem der Bau- und Werkstoff Holz wird an verschiedenen Stationen für die BesucherInnen anhand unterschiedlicher Medien erläutert. Es wird sein Einsatz im LCT One aber auch die sonstigen Verwendungsmöglichkeiten im nachhaltigen Bau skizziert.
In der zweiten Etage eröffnet sich dem Besucher eine Präsentationsfläche und Workshopareal aller beteiligten Firmen, die in einem kooperativ organisierten Prozess dieses bauliche Novum realisiert haben. Der farbcodierte Teppich ist ein besonderes Strukturierungselement, er leitet die BesucherInnen mit der extra für den HUB entwickelten Grafik und Typographie durch den kleinen Messebereich. Alle Hersteller haben ihre eigenen farblich markierten Bereiche, die aber flexibel zu einem großen Präsentations- und Workshopraum umfunktioniert werden können. Dieser HUB ist also Ausstellungsgegenstand, Showroom und Workshoparea zugleich. Er zeigt einerseits die neuartige Holzsystembauweise LCT-System der Firma Cree und ist andererseits Präsentationsort der Vorarlberger PartnerInnen, die zur Herstellung dieses global einsetzbaren Produkts beitragen.

Projektleitung Cree GmbH: Michael Zangerl, Jakob Bonomo, Andreas Becker

Szenografie, Ausstellungsarchitektur, Ausstellungsgrafik, Medienarchitektur, Kuratorium, Medieninstallation, Interface Design und Animation: chezweitz & partner, Detlef Weitz mit Hans Hagemeister, Isabel Prugger, Jula Lakritz, Marion Reis, Michael Kunter, Sandra Neff, Joana Katte, Stefan Michel, Koordination: Luisa Krüger

Kuratierung: Mathias Remmele

Ausführungsplanung und Betreuung der baulichen Umsetzung: Heike Schlauch – raumhochrosen, Bregenz, Team: Heike Schlauch, Katharina Mohr, Anna Böhler, Michael Lampert, Heinz-Werner Trefzger

Architektur LCT ONE: Hermann Kaufmann

Fotografie: nam architektur+fotografie